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Melinda Cecacci (Maschinenbauingenieur)
Luft- und Raumfahrttechnologistin – Flugleitung, NASA

Melinda CecacciStudium
BS, Maschinenbautechnik, University of Akron

Beschreibung des Arbeitsplatzes
Luft- und Raumfahrttechnologin, die im Mission Control Center als Antriebssystemingenieurin und zusammen mit Astronauten an der Lösung von während eines Weltraumflugs auftretenden Antriebsproblemen arbeitet.

Bemerkungen
Für Melinda war mit das Beste an Ihrer Hochschulzeit ihr Fachpraktikum – sie behauptet sogar, dass sie ohne die Erfahrungen aus diesem Arbeitsprogramm heute nicht bei der NASA wäre.

Tipps für Schüler/Studenten
„Arbeite an deinen Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten. Lerne, wie man richtig lernt, und arbeite dann hart, wenn du einmal an der Uni bist. Das sind vier oder fünf Jahre intensiven Studiums – Jahre, die wirklich weh tun –, aber das macht sich dann vierzig oder fünfzig Jahre lang, oder solange du halt nach dem Studium arbeiten willst, so richtig bezahlt.“


Gesprächsausschnitt

Frage: Glauben Sie, dass die Möglichkeiten für ein berufliches Fortkommen in der Welt der Maschinenbauingenieure im Allgemeinen und bei der NASA im Besonderen für Frauen und Männer gleich sind?
Ceccaci: Frauen haben heute im Vergleich zu vor mehreren Jahrzehnten unglaubliche Möglichkeiten. Für mich ist jedoch wichtig, dass jeder, ob Mann oder Frau, schwarz oder weiß, aus Südamerika oder aus China, für seine Arbeit qualifiziert ist. Wenn das der Fall ist, kann die betreffende Person alles erreichen, was sie sich vorgenommen hat. Ich habe den Eindruck, dass die Regierung Riesenanstrengungen unternommen hat, um sicherzustellen, dass keine Diskriminierung stattfindet. Ich denke, dass Leute Arbeitsstellen bekommen, weil sie dafür qualifiziert sind.

Frage: Sie haben sich in Ihrem Studium ganz offensichtlich mit vielen Aspekten des Maschinenbaus beschäftigt. Wenn Sie auf Ihre Arbeit an der Universität oder im College zurückblicken, haben Sie da irgendetwas studiert, was heute fast keinen Wert für Sie hat?
Ceccaci: Ich habe vieles studiert, was ich heute nicht gebrauche. Aber in der Schule ging es, rückblickend betrachtet, im Kern darum, richtiges Lernen zu lernen. Was die Mitarbeiter hier im Johnson Space Center, aber auch in jedem anderen NASA-Center, tun, sind Aufgaben, deren Ausführung sie erst am Arbeitsplatz lernen. Sie lernen diese Dinge von ihren Kollegen und Kolleginnen, mit denen sie zusammenarbeiten, von den konkreten Unterlagen, die in dieser Organisation entwickelt werden, und ich meine, das gilt für jedes Unternehmen. Ich bin mir ganz sicher, dass Sie eine Reihe von Fähigkeiten, ob im Design- oder Fertigungsbereich, die Sie im Studium und aus Textbüchern und in Kursen an der Universität gelernt haben, auch anwenden werden. In meiner derzeitigen Stelle verwende ich von diesen jedoch nur wenige, aber die Grundlagen, die ich mir in den vier Jahren im College angeeignet habe, sind völlig relevant für mein Verständnis der Systeme, an denen ich im Shuttle arbeite.

Frage: Haben Sie Ihrer Meinung nach freiwillig oder auch unfreiwillig irgendwelche persönlichen Opfer gebracht, um eine aktive und wertvolle NASA-Mitarbeiterin zu werden?
Ceccaci: In jedem Beruf muss man irgendwelche Opfer bringen, ob man nun dienstlich für kurze oder auch längere Aufenthalte um die halbe Welt fliegen muss, verrückte Arbeitsstunden hat usw. Hier im JSC müssen wir uns wohl am ehesten mit den seltsamen Arbeitszeiten abfinden, besonders bei gemeinsamen Projekten mit der europäischen Weltraumbehörde oder den Russen. Da müssen wir uns mit anderen Orten in der Welt abstimmen, die sich natürlich in anderen Zeitzonen befinden. Wenn es hier Nacht ist, ist es dort mitten am Tag. In dieser Beziehung müssen wir natürlich Opfer bringen und auch schon mal die ganze Nacht über oder drei Tage in Folge in Schichten arbeiten. Natürlich muss irgendjemand mitten in der Nacht arbeiten. Das ist wahrscheinlich der größte Nachteil, den wir in Kauf nehmen müssen. Daneben wären noch die eigentlichen Shuttle-Flüge zu erwähnen, bei denen das Raumfahrzeug 24 Stunden am Tag im All ist, so lange die Mission eben dauert. Das können zum Beispiel 17 Tage sein. Und während dieser 17 Tage sind wir dann so ziemlich unabkömmlich und stehen für nichts anderes zur Verfügung, weil man von uns erwartet, ständig hier zu sein. Irgendjemand muss die ganze Zeit an seinem Posten sein, und deswegen arbeiten wir in drei Schichten. Da kann einen schon einmal eine Schicht treffen, bei der man nicht eben während der angenehmsten Zeiten arbeitet. Es müssen also schon gewisse Opfer gebracht werden, aber wenn einem seine Arbeit echte Freude macht, kommt einem das nicht weiter schlimm vor.

Frage: Angenommen, Sie müssten heute einen Vortrag vor Maschinenbaustudenten halten, die ernsthaft eine Laufbahn in Ihrem Feld oder einem verwandten Tätigkeitsbereich in Betracht ziehen. Worauf sollten diese Studenten und Studentinnen in ihrem jeweiligen Erfahrungsbereich achten, woraus sie schließen könnten, dass sie ihr Studium nicht fortsetzen und besser ein anderes Feld wählen sollten?
Ceccaci: Es lässt sich nicht einfach sagen, ob Ihnen das später einmal Freude macht wird, was Sie gerade studieren – wenn Sie Ihre berufliche Tätigkeit erst in fünf Jahren aufnehmen werden. Am besten beurteilen Sie Ihre eigenen Leistungen an der Uni. Was für Noten bekommen Sie? Wie kommen Sie mit den Hausaufgaben zurecht? Finden Sie diese außerordentlich schwierig? Müssen Sie feststellen, dass Sie Vieles einfach nicht verstehen? Oder bemerken Sie, dass Sie das Material zwar verstehen, es Ihnen aber nicht wirklich Freude macht? Mir haben zwar auch ein paar Kurse nicht sonderlich zugesagt – so waren ein paar Seminare im Maschinenbau nicht gerade meine Lieblingskurse –, aber davon gab es nur recht wenige. Das wären für mich also die besten Anzeichen, wenn man nicht gerade selbst mit Maschinenbauingenieuren spricht oder sich die Arbeit von Maschinenbauern selbst genauer ansieht.

Die Profile sind lediglich Momentaufnahmen aus den Karrieren der verschiednen Ingenieure.


(Die Profile individueller Ingenieure auf TryEngineering wurden vom
Sloan Career Cornerstone Center zur Verfügung gestellt)


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